lesung

04.03.20 |

experimtent literatur | Erwin Riess | der ganze groll. darf literatur unpolitisch sein?

 

In einer gerechten Welt hätte Erwin Riess alle Zeit der Welt für sein Amt als Binnenschifffahrtsbeauftragter der Republik Österreich. Da wir aber in einer teilweise sehr dummen Welt leben, schreibt Riess sehr gute, sehr strenge Literatur; zuletzt „Herr Groll und die Donaupiraten“. Nicht von ungefähr hat er den „Lebens- und Vermögensberater“ Groll erfunden, die „rollende Systembremse“: Ein Mann und sein Rollstuhl ermitteln gegen neoliberale Plünderer, unbelehrbare Erben der Nazis und SUV-Fahrer, die habituell auf Behindertenparkplätzen stehen. Es wird also explizit politisch, wenn Riess, Pionier der österreichischen Independent-Living-Bewegung, im Schl8hof aus den sieben Groll-Romanen und seinen Essays.

 

Nach der Lesung wird zur intensiven Diskussion geladen – die Themen werden sich wohl aus dem Gelesenen ergeben: Mörderischer Körperkult, „behinderte“ Sexualität, „Darf und kann Literatur überhaupt unpolitisch sein?“, die Notwendigkeit einer „Partisanenexistenz“...

 

Der KV Waschaecht freut sich über die Kooperation mit dem OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus sowie der Welser Initiative gegen Faschismus.

 

www.waschaecht.at/projekte/experiment-literatur/

Wann: 04.03.20 19:30
Eintritt: €5 inkl. Suppe
Vorverkauf: Kein Vorverkauf
Veranstalter: waschaecht